Der Oberbürgermeister (Wolfgang Schuster: CDU) verbietet das anstehende “Intel Friday Night Game” in Stuttgart auszuführen. Folgende Begründung nannte er:
“Angesichts der Ereignisse und des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen, bei dem 15 Menschen getötet wurden, können wir eine solche Veranstaltung derzeit in unserer Stadt nicht akzeptieren”
Gespielt werden sollte Counter Strike 1.6/Source und Warcraft 3. Die ESL Pro Series sind vom Niveau vergleichbar mit der Fußball Bundesliga und der Gewinner erhält ein Preisgeld in höhe von 130.000 €. Der Public-Relations Verantwortliche und Jugendschutzbeauftrage der Turtle Entertainment (ESL) äußerte sich mit einem meiner Meinung nach, sehr guten Vergleich:
“Bei klassischen Fußballspielen kommt es allerdings oft zu Ausschreitungen und vielen Verletzten. Bei den vielen Hundert eSport-Events, die wir durchgeführt haben, gab es nicht eine einzige handfeste Schlägerei. Die eSportler in Deutschland sind entsetzt über die Taten von Winnenden, aber ein Zusammenhang zum professionellen eSport besteht in keinster Weise. Deshalb wird die Saison wie geplant statt finden.”
Ich persönlich werde keine Politiker und Parteien wählen, die es sich bei einem Amoklauf so extrem einfach machen wie Stuttgarts Oberbürgermeister und direkt oder auch indirekte, die Schuld eines Amoklaufs auf Schützenvereine und “Killerspiele” schieben. Dies ist meiner Meinung nach für Politiker der einfachste Weg. Erstmal etwas verbieten oder auch Gesetze in diese Richtung schärfer machen. Hauptsache einen schuldigen finden und diesen dann auseinander nehmen. Das wichtigste daran, ist dies möglichst schnell zu tun, damit die Allgemeinheit denkt, es würde etwas dagegen getan werden. So werden Leute beruhigt und wissen wie z.B. einen Amoklauf eines Counter Strike Spieler “verhindern” kann.
Dabei denkt man natürlich nicht daran, wieviele Million “Killerspiele” Spieler es gibt und wieviele davon einen Amoklauf begehen. Das es vielleicht daran liegt, dass die Amokläufer eine Psychische Krankheit oder ein kaputtes Umfeld haben und nicht professionell behandelt wurden denkt natürlich keiner. Sowas würden Medien wie Bild und co. auch nicht hochschaukeln. Was passiert wohl, wenn man einem schwer depressiven und psychisch Kranken Menschen der mit seinem Leben nicht mehr klar kommt, eine Waffe in die Hand drückt, oder in seiner Umgebung einfach rumliegen lässt. Was bringen einem die härtesten Waffengesetze, wenn diese nicht eingehalten werden? Was bringen “Killerspiele” Verbote, wenn man über Downloads oder ähnliches doch an diese kommt?
Politiker machen es sich meiner Meinung nach bei solchen Dingen zu einfach. Noch ein oder zwei Wochen und es denkt eh keiner mehr, der nicht direkt in der Umgebung vom Tatort wohnt, an den Amoklauf. Ab dann wird in dieser Richtung auch nichts mehr passieren. Spätestens aber beim nächsten Amoklauf geht es von neuem los.
Letztens hat übrigens ein Mann seine Frau und Kinder erschossen, anschließend sich selbst. Er hat jedoch keine “Killerspiele” gespielt, oder war im Schützenverein…
Komisch, dass die Bildzeitung darüber nichts berichtet hat, oder es im Fernsehen kam. Hätte er jedoch Counter Strike auf dem Computer gehabt, wäre es wieder in jeglichen Medien vertreten gewesen und das Spiel selbst, wäre warscheinlich ziemlich bald auf dem Index.
Also liebe Politiker, lasst euch etwas besseres als Grund einfallen, sonst weiß ich bald garnicht mehr, wen ich wählen soll und lasse es gleich ganz bleiben!
Freue mich über jede Meinung!
















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