HowTo: Remotedesktopverbindung über das Internet!

In diesem Artikel findet ihr eine Anleitung, wie ihr eine Remotedesktopverbindung zu einem anderen PC über das Internet herstellen könnt.

Ein Remotedesktopverbindung kann einem viele Wege und Rennerei abnehmen. Es macht einfach einiges einfacher, wenn z.B. ein Bekannter anruft und fragt, ob man ihm mal eben was einstellen kann, der Weg zu ihm aber mal eben 20 Minuten dauert.

Um eine Remotedesktopverbindung zu einem anderen Rechner herzustellen, muss das das gleichnamige Tool einfach geöffnet, die Ziel IP-Adresse eingegeben und auf öffnen geklickt werden. So einfach geht das jedoch nur im eigenen Heimnetzwerk. Möchte man allerdings eine Verbindung zu einem Rechner herstellen, der irgendwo in den Weiten des Internets steckt, so wird die ganze Angelegenheit schon ein bisschen kniffliger. Zum einen hat fast kein Internetuser eine dauerhaft feste IP-Adresse, denn bei DSL Kunden wird diese nach 24 Stunden erneuert. Zum anderen müssen die Datenpakete die über den Empfänger-Router kommen noch den Weg zum richtigen PC finden. Folgende Schritte beschreiben wie man ganz einfach und ohne Zusatzkosten die ganze Geschichte auf einem einfachen Wege zum laufen bekommt.

1. Dynamischen DNS Eintrag besorgen
Das Problem mit der 24 Stunden beständigen IP Adresse lässt sich mit Hilfe eines dynamischen DNS Eintrags lösen. Bei einem solchen DNS Eintrag wird dem Anbieter des Dienstes bei jeder IP Adressänderung die neue (Internet) IP-Adresse mitgeteilt. Entweder lässt man diese Mitteilung automatisiert durchführen. Der Anbieter DynDNS.com bietet z.B. einen solchen Service an. Man registriert sich einfach auf der Seite und erstellt dort unter „My Hosts“ einen neuen Host Eintrag. Dazu wählt man eine Domain aus, die man dann zur Remotedesktopverbindung nutzen möchte. Sobald der Eintrag erstellt wurde, kann man die DNS Adresse direkt nutzen.

2. Router  konfigurieren
Da wir in diesem Fall unseren Onkel via RemoteDesktopverbindung erreichen möchten, müssen wir nun seinem Router sagen, dass er bei jedem Internetreconnect (also IP-Wechsel) DynDNS.com darüber informiert, dass er nun über eine andere IP-Adresse erreichbar ist. Dadurch ist das Netz des Onkels dann immer über die gleiche Domain(z.B. onkel_jens.dontexist.com) erreichbar. Allerdings unterstützt nicht jeder Router diesen Dienst. Bei einer Fritz Box muss zunächst die Expertenansicht aktivieren um das benötigte Menü zu sehen. Die Einstellung kann man über die Systemeinstellungen auf der Weboberfläche der Fritz Box tätigen. Danach finden wir unter „Einstellungen -> Erweiterte Einstellungen -> Internet -> Dynamic DNS“ das benötigte Konfigurationsmenü.

dyndns

In diesem Menü müsst ihr erstmal ein Häkchen bei „Dynamic DNS benutzen“ machen. Danach wählt ihr den Dynamic DNS Anbieter, in unserem Fall wäre das dyndns.com. Bei Domainname tragt ihr den von euch auf DynDNS.com ausgewählten Domainnamen ein. Nun müsst ihr nur noch eure DynDNS.com Anmeldedaten eingeben. Mit dem Klick auf „Übernehmen“ speichert ihr das ganze.

3. Portfreigabe
Nun würden wir bereits die Fritz Box unseres Onkel erreichen können. Das testen wir natürlich gleich mal mit einem Ping. Dazu öffnet ihr die Konsole, indem ihr auf „Start -> Ausführen“ klickt und dort dann „cmd“ eingibt und Enter betätigt. Im schwarzen Fenster geben wir dann „ping Domain“ ein. Anstatt Domain gibt ihr dann die von euch gewählte Domain ein. Falls der ihr eine negative Ausgabe zurückbekommt, muss das nicht gleich heißen, dass der Router nicht erreichbar ist. Viele Router unterbinden Ping Befehle auf der Internet Seite.

4. Portforwarding
Würden wir nun versuchen eine Remotedesktopverbindung herzustellen, indem wir die Domain unseres Onkels angeben, wird leider noch nichts passieren. Das liegt daran, dass nun der Router die Datenpakete die ihr mit dem Verbindungsversuch hinschickt, abbekommt. Wir müssen dem Router also sagen, dass er die Datenpakete für die Remotedesktopverbindung an den Rechner unseres Onkels weiterreicht. Dazu gehen wir in das Menü Portfreigabe unter: „Einstellungen -> Erweiterte Einstellungen -> Internet -> Portfreigabe“.

Portfreigabe

Hier erstellen wir nun eine „Neue Portfreigabe“. Dort wählen wir zunächst „Andere Anwendungen“ aus und geben der Freigabe eine Bezeichnung.  Als Protokoll wählen wir „TCP“ . In den anderen Feldern geben wir, wie auf dem Screenshot den Port 3389 für den Eingangs- und Weiterleitungsport an. Als IP- Adresse schreiben wir nun die IP-Adresse des Rechners unseres Onkels rein. Mit einem Klick auf „Übernehmen“ bestätigen wir nun unsere Eingabe. In der Übersicht müssen wir nun sichergehen, dass bei der Spalte „Aktiv“ in unserer neuen Regel ein Häkchen vorhanden ist.

portfreigabe2

Mit einem weiteren Klick auf „Übernehemen“ bestätigen wir das ganze ein weiteres mal.

5. Speichern und ausprobieren
Nun können wir die kompletten Konfigurationen unter „Einstellungen -> Erweiterte Einstellungen -> System -> Einstellungen Sichern“ speichern. Ihr könnt die ganze Geschichte einmal ausprobieren. Überprüft falls es nicht auf Anhieb klappt, alle Konfigurationen und vor allem, ob DynDNS wirklich die aktuelle IP-Adresse besitzt. Viel Spaߟ!

PS: Dies ist eine von vielen Möglichkeiten, es besteht auch die Möglichkeit, dies verschlüsselt über ein VPN zu machen.

Remotedesktopverbindung von Mac zu Windows

Wie toll die IT Welt doch eigentlich sein kann: Die Mutter hat Probleme mit ihrem Rechner und bittet einen um Hilfe. Da sie am Telefon aber nichts von den Erklärungen so richtig versteht (oder auch verstehen möchte), wird man gebeten doch einfach mal rum zu kommen. Hat man gerade nicht viel Zeit um mal eben schnell vorbeizufahren, ist es heutzutage natürlich praktisch per Remote auf den Rechner über das Internet zuzugreifen und die Sache zu erledigen. Aber was wenn man „nur“ einen Mac hat und kein VNC auf dem Rechner der Mutter installiert ist?

Begriffsdefinition:
Microsofts aktuelle Windows Betriebssysteme bringen fast alle die Möglichkeit der Remotedesktopverbindung bzw. der Remotedesktopunterstützung mit sich. Mit Hilfe dieser Tools, kann man sich an einem anderen Rechner anmelden und diesen steuern, als würde man selbst davor sitzen. Bei der Remotedesktopverbindung wird der Inhalt des Bildschirms ausschließlich auf dem Rechner gezeigt, der die Verbindung aufgebaut hat. Bei der Remotedesktopunterstützung kann man auf dem zu unterstützenden Rechner jedoch auch noch etwas sehen, mit dem Helfenden Chatten und zur Not sogar in das Geschehen eingreifen.

Besitzt der potenzielle Helfer jedoch einen Computer mit einem anderen Betriebssystem als Microsofts Windows, so wird die Remotedesktopverbindung ohne jegliche Zusatzsoftware unmöglich. Alternativ könnte man in diesem Fall auch z.B. ein VNC Tool auf beiden Rechnern installieren. Dieses ermöglicht die gleichzeitige Bedienung des Rechners am Platz und von außerhalb.

Bild 1

Microsoft bietet jedoch nun auch für Apples Macintosh ein Tool an, um von einem Mac aus eine Remotedesktopverbindung zu einem Windows Rechner herzustellen: Microsoft Remotedesktopverbindung für Mac.

Bild 2

Ich habe das ganze mal ausprobiert und ich finde es sehr gelungen. Die Performance ist anständig und die Einstellungsmöglichkeiten reichen dicke hin. Wenn man das Portforwarding bei seinem Router richtig eingestellt hat, kann die Remotedesktopverbindung auch über das Internet benutzen.
Dazu gibt es vielleicht nochmal ein kleines HowTo.

Bild 3

Windows XP auf dem Dell Studio 15

Ich wurde sehr oft angeschrieben und gefragt, ob es denn nicht möglich sei, Windows XP sauber auf dem Dell Studio 15 zu installieren (inkl. Treiber). Leider mußte ich genauso oft darauf verweisen, dass das Dell Studio nur für Windows Vista supportet wird.

Vor kurzem bin ich jedoch auf Treiber gestoßen, die unter Windows XP auf dem Dell Studio funktionieren Weiterlesen

iPod Kalender mit Thunderbird snychronisieren? NÖ!

Ich bin sehr mit meinem iPod Touch zufrieden, dass muss gesagt sein. Am meißten hat es mir der integrierte Kalender angetan.

Da ich ihn ja jetzt jeden Tag nutze um meine Termine zu verwalten und mir wichtige Daten zu notieren, ist es ja eigentlich naheliegend diese Daten nicht nur portabel überall mit herumzuschleppen, sondern vielleicht auch in meinem Kalender auf dem Laptop zu haben. Und dies bitte ohne sie dort nocheinmal einzutragen.

Nun gab es ein tollen Artikel in der CT, der Plug- In´s für Thunderbird beschreibt, die es einem ermöglichen eine Synchronisationsdatei auf seinem eigenen oder Öffentlichen FTP Server zu speichern um diese dann mit den Clients zu synchronisieren mit denen man arbeitet. Es ist eine tolle Sache, die meine Daten auch privat hällt. Ich persönlich nutze zwar den google Kalender, aber tue dies nicht gerne, da ich immer im Hinterkopf habe wie denn dort mit meinen Persönlichen Daten umgegangen wird. Ich meine irgendwie müssen die ja das alles finanzieren können was die da machen.

Nun war natürlich der nächste Gedanke, dass ich meine Daten nun schonmal auf allen möglichen Clients haben kann wo ich Thunderbird installiert habe. Weiterführend habe ich mir schon ausgemalt, dass ich meinen iPod mit Thunderbird synchronisiere.

Somit hätte ich nun auf jedem Gerät, mit welchem ich einen Kalender nutze zur jeder Zeit (Internet vorausgesetzt) aktuelle Kalendereinträge.

FALSCH: Denn iTunes besitzt nur die Möglichkeit meinen Kalender auf dem iPod mit Microsoft Outlook zu synchronisieren (jedenfalls auf Microsoft Plattformen). Na toll… da wird man schon von apple gezwungen Produkte von Microsoft zu benutzen….

Ich ärger mich nun schon seit 2 Tagen darüber…

Fazit: Somit bleibt mir bisher nur der Weg offen meinen iPod mit Outlook zu synchronisieren und Outlook wiederum mit meinem gmail Account. Dieser Weg gefällt mir nicht so sehr, darum hoffe ich auch in nächster Zeit eine Alternative zu finden.

Falls wer nen anderen Weg kennt, immer her damit ;).