Vom Notebook zum MacBook Pro (Testbericht und Erfahrungen)

Nachdem ich vom Dell Studio so extrem enttäuscht wurde, habe ich mir als Nachfolger dieses miserablen Produkts von Dell einen Apple ausgewählt. Dabei habe ich mich für das neue Apple MacBook Pro Unibody (late 2008) gefallen. In diesem Artikel werde ich über meine Erfahrungen mit dem Produkt sowie die Beweggründe für die Entscheidung zum Apple berichten.


Warum ein MacBook Pro und warum gerade ein Apple und kein Notebook?
Nach meiner sehr schlechten Erfahrung mit dem Dell Studio 1535, musste ich mich zwangsweise direkt noch einmal auf die Suche nach einem neuen Arbeitsgerät machen. Vor dem Dell Studio   benutzte ich ca. 3 Jahre ein Sony Vaio VGN-FS315H, der mir bis zum Schluss treue Dienste geleistet hat. Letztendlich wollte ich ihn nur wegen der Performance und der doch relativ niedrigen Auflösung des Displays ersetzen.
Noch während ich im Besitz des Dell Studio 15 war, besuchte ich diverse Fachmärkte, um einen würdigen Nachfolger zu finden. Da mir die Qualität und Robustheit eines Notebooks sehr wichtig ist, konnte ich einige Marken direkt am Anfang von meiner Liste streichen:

  • Fujitsu Siemens: Billig verarbeitetes Gehäuse, bekannte Schanierprobleme
  • Medion: siehe Fujitsu Siemens + Schlechter Support
  • andere „Billigmarken“
    (Soll nicht heißen, dass alle günstigen Notebooks schlecht sind!)

Da mein nächstes Notebook um die 4 Jahre halten soll, hatte ich auch kein Problem damit etwas mehr Geld dafür auszugeben. Leider ist Qualitätsware selten günstig zu bekommen.
Nach dem Auschluss der „Billigmarken“ schaute ich auf der Webseite von Sony nach den aktuellen Produkten. Leider konnte ich dort kein Notebook finden, der am ehesten an meinen Vorstellungen herankommt.
Als mein Arbeitskollege Florian Franke dann einmal mit seinem neuen MacBook Pro (Vorgängermodell vom MacBook Pro Unibody) zur Berufsschule kam, war ich allein schon ziemlich vom Design beeindruckt. Als er mich dann auch mal ran gelassen hat :), konnte ich mir dann einen Eindruck von der hochwertigen Verarbeitung (Die auch Ihren Preis hat!) machen. Das edle Aluminiumgehäuse machte einen sehr wertigen und robusten Eindruck. Richtig Interesse an ein MacBook von Apple hat er dann durch sein schwärmen von der Bedienung von Mac OSX in mir geweckt.
Die Apple MacBook Serie kannte ich zwar schon vorher vom hören und lesen, aber in „live“ hatte ich vorher noch keins gesehen.
Naja, letztendlich war dann nach den Eindrücken des MacBook Pros in der Berufsschule für mich klar, welches Gerät es werden sollte ;).
Dabei kam mir natürlich gerade recht, dass es ein neues MacBook Pro geben sollte.

Bestellte Konfiguration:

MacBook Pro, 15″, Aluminium
  • 2,4 GHz Intel Core 2 Duo
  • 4GB 1066MHz DDR3 SDRAM – 2x2GB
  • 250GB Serial ATA @ 5400
  • SuperDrive 8x (DVD±R DL/DVD±RW/CD-RW)
  • Beleuchtete Tastatur (Deutsch) & Benutzerhandbuch (Deutsch)
  • Mini DisplayPort auf-VGA-Adapter

Erfahrungen mit dem MacBook Pro:

Auspacken:
Als das Paket dann endlich da war, habe ich mich schon wie ein kleines Kind darauf gefreut es auszupacken und auszuprobieren. In einem unauffälligen braunen Karton, befand sich ein extrem schicker weißer Karton. Nach dem öffnen fiel einem der zum Schutz angebrachte Schaumstoff im inneren des Kartons auf.
Aus dem Karton heraus, guckte mich dann ein weißer Apfel auf einem Aluminiumgehäuse an.
Die dazubestellten Displayport auf VGA und DVI Adapter lagen in einem Fach unter dem Gerät. Ich würde behaupten, im Kartondesign macht Apple keiner so schnell etwas vor :).

Erste Schritte mit Mac OS X:
Beim ersten einschalten wird man bei einem Video in unzähligen Sprachen begrüßt. Danach legt man einen Benutzeraccount an und kann für diesen direkt über die integrierte iSight Kamera ein Benutzerfoto knipsen, der dem Benutzerprofil zugeordnet wird. Nach ein paar Einstellungen, findet man sich dann auf der aufgeräumten Oberfläche von Mac OSX wieder.

Das Unibody Gehäuse:
Die neue Generation des MacBook Pro besitzt das so genannte Unibody Gehäuse. Es wird nun aus einem einzigen Stück Aluminium gefräst. Durch dieses Verfahren fühlt sich es sich um einiges stabiler und widerstandsfähiger an. Außerdem ist das ganze Gehäuse flacher und leichter geworden. Es passt super in eine Aktentasche oder anderen Staufächern.
Negativ ist mir allerdings aufgefallen, dass das Aluminium ziemlich schnell Kratzer bekommt und deswegen lieber in einer Hülle anstatt nur lose in der Notebooktasche transportiert werden sollte.

Der MagSafe Netzanschluss:
MagSafe nennt sich der Netzanschluss am MacBook. Dieser zieht das Stromkabel magnetisch an die zugehörigen Kontakte. Bei anderen Herstellern wird das Kabel vom Netzteil in eine Buchse am Notebook hineingesteckt. Der MagSafe Anschluss bietet den Vorteil, dass wenn jemand über das Kabel vom Netzteil stolpert, dieser nicht gleich das ganze Notebook mit runterreißt oder sogar den Stecker aus dem Notebook rausbricht. Der Magnetische Kopf löst sich in einer solchen Situation geschmeidig vom Notebook und lässt es sicher auf seiner Position stehen. Bei normaler Benutzung löst sich der MagSafe Anschluss jedoch nicht so einfach, was sonst auf Dauer auch ziemlich stören würde.

Tastatur:
Die Tastatur macht mit ihrer Dimm und Ausschaltbaren blauen Beleuchtung einen sehr edlen Eindruck. Jede Taste guckt einzeln zwischen Aluminium hervor. Somit hat Apple für die neue MacBook Pro Serie die Tastatur vom MacBook Air übernommen. Sie lässt sich angenehm bedienen und hat einen sehr guten Druckpunkt. Zu bemängeln ist jedoch, dass Ihre Oberfläche gerne Fingerabdrücke aufnimmt. Bei den ersten produzierten MacBooks dieser Generation kam es ab und zu vor, dass ein paar „F“ Tasten auf der rechten Seite ganz minimal weiter rausgeguckt haben als auf der linken Seite. Dieser kleine Schönheitsfehler hat auch mein Exemplar, was mir aber auch nur aufgefallen ist, da ich bereits vor dem Kauf davon gelesen habe.

Der Bildschirm:
Ab dieser Generation kann man leider keine Matt-Bildschirme mehr auswählen. Nur noch spiegelnde Displays stehen beim 15″ MacBook Pro zur Verfügung. Einige Kunden wird dies geärgert haben. Mir persönlich macht es nichts aus, da mir eh die Farben viel besser bei spiegelnden Displays gefallen. Viele Leute meinen ja, dass man bei einem Spiegelnden Display bei direkten Lichteinfall nichts mehr sehen könnte. Jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass es bei matten Displays auch nicht viel besser ist, wenn z.B. die Sonne im Sommer direkt auf das Display scheint. Im übrigen kann man dem etwas gegenwirken, wenn man die Bildschirmbeleuchtung voll aufdreht. Dies lässt natürlich die Akkulaufzeit sinken.
Störend können beim Display allerdings die schwarzen Bildschirmränder sein. Der neue Bildschirm hat ja nun eine unvorteilhafte Glasoberfläche, welche am Bildschirmrand ebenfalls vorhanden und schwarz hinterlegt ist. Diese Stellen kann man dann jedoch perfekt als Spiegel benutzen ;). Durch die Glasoberfläche gewinnt es jedoch noch ein Stück mehr an Stabilität.

OnBoard Grafik und Dedizierte Grafik in einem Gerät:
Das MacBook Pro enthält in dieser Generation 2 Grafikprozessoren: NVIDIA GeForce 9400M +  NVIDIA GeForce 9600M GT (dediziert).
Man kann in Betrieb zwischen beiden je nach Bedarf hin und herschalten. Das umschalten benötigt allerdings eine Neuanmeldung des Benutzers. Heruntergefahren werden muss das Gerät allerdings nicht. Diese Funktionalität hat den Vorteil, dass man im mobilen Einsatz auf den OnBoard Grafikkern umschalten kann, um dadurch die Akkulaufzeit zu erhöhen. Bei Grafiklastigen Programmen und Spielen kann man dann wieder auf den schnellen dedizierten Grafikkern umschalten um mehr Leistung aus dem Gerät herauszuholen.
Man muss allerdings beachten, dass sich bei eingeschalteter GeForce 9600M GT die Wärmeentwicklung erhöht und dadurch auch der Lüfter öfter dreht und bei Spielen dann auch leicht hörbar wird.

Akkulaufzeit:
Verwende ich den OnBoard Grafikkern, so hällt der Akku bei mir je nach Auslastung des Systems bis zu 4:40 Stunden. Bei eingeschalteter GeForce 9600M GT verringert sich die Akkulaufzeit um etwas mehr als eine Stunde. Natürlich kommt es bei diesen Akkulaufzeiten auch darauf an, was man für Anwendungen benutzt und ob man Komponenten wie Bluetooth und WLAN ausgeschaltet hat. Bei meinen Laufzeiten ist das WLAN Modul eingeschaltet, das Bluetooth Modul jedoch deaktiviert.

Lautstärke:
Bei eingeschalteter GeForce 9400M ist das Notebook sehr leise. Man nimmt die Lüfter eigentlich garnicht wahr. Bei eingeschalteter GeForce 9600M GT springt der Lüfter schon deutlich öfter an. Das Notebook wird dabei auch spürbar wärmer, was im Winter zwar angenehm ist, im Sommer jedoch stören kann. Vorausgesetzt man hat das Notebook auf dem Schoß. Im Spielebetrieb oder bei Rendering aufgaben nimmt man den Lüfter zwar wahr, jedoch ist er keinesfalls störend.

Das neue Touchpad:
Das Touchpad ist echt riesig! Es reagiert direkt und flüssig. An den Rechtsklick mit zwei Fingern gewöhnt man sich sehr schnell. Anfänglich war es etwas ungewöhnlich, dass es keine eigene „Maus“ Taste mehr gibt, aber daran gewöhnt man sich ebenso schnell wie an den Rechtsklick mit zwei Fingern.
Einziges Manko am Touchpad: Im oberen Viertel lässt es sich garnicht klicken und weiter unten klickt es umso schneller. Ausversehen klickt man jedoch eigentlich nie, da der Druckpunkt zwar unterschiedlich, aber durchweg gut ist.

 

Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen:
Wodurch hebt sich das Apple Notebook von gewöhnlichen Notebooks ab?
Allein schon die Qualität macht extrem viel aus. Durch das robuste Aluminiumgehäuse bekommt man fast schon den Eindruck, dass dem MacBook bei einem Unfall nie mehr als ein paar Schrammen zugefügt werden könnten. Normale Plastiknotebooks wie auch das Dell Studio fühlen sich dagegen viel zerbrechlicher an.
Wenn man mit dem MacBook arbeitet, fällt einem nichts ungewöhnliches auf. Das mag daran liegen, dass das System flüssig läuft und das macht, was es soll. Die Komponenten im MacBook sind zwar nicht das allerneuste und das allerschnellste was es gerade auf dem Markt gibt, dafür scheinen sie aber mit bedacht so ausgewählt zu werden, dass sie auch wirklich zueinander passen.
Es gibt also keinerlei DPC Latency Laggs wie beim Dell Studio, die z.B. durch nicht 100% zueinander passenden Komponenten auftreten können. Andere Probleme sind mir bisher auch nicht aufgefallen.

 

Qualität hat seinen Preis.
Was man beim Apple MacBook Pro nicht abstreiten kann, ist der wirklich sehr hohe Preis. Ein Windows Notebook mit ungefähr gleichen Komponenten kostet im Durchschnitt 500 Euro weniger. Beim Apple zahlt man für den Namen, die Qualität und den aufeinander abgestimmten Komponenten deutlich drauf. Dafür bekommt man allerdings ein Gerät, dessen Komponenten gut aufeinander abgestimmt sind und dessen Qualität einfach nur Vorbildlich ist. Man hat keine Angst das Gerät mitzunehmen, weil es ja dabei kaputt gehen könnte. Natürlich muss man sich erstmal um gewöhnen, wenn man nicht gerade blutiger Computer Anfänger ist. Denn für Computeranfänger ist das Gerät um einiges Intuitiver, als für Bluescreen gestörte ehemaliger Windows User. Wer das Geld hat und Qualität wichtig ist, dem kann ich ein MacBook nur empfehlen. Wer es jedoch nicht hat, sollte sich mal die Notebooks von Sony und Lenovo anschauen. Dell ist bei mir seit dem sehr schlechten Dell Studio unten durch.

Arbeiten mit Mac OSX (Apple Betriebssystem).
Ich habe mich dazu entschieden, zu diesem Thema einen eigenen Artikel zu schreiben, da dies ansonsten den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.

Dell Studio 15 Testbericht und Erfahrungen

Seit letzten Montag bin ich ein stolzer Besitzer eines Dell Studio 15 Notebooks. Nach mehr als 4 Wochen Lieferzeit ist er nun auch wirklich angekommen. 🙂

Allein vom optischen her, überzeugte er mich sofort und das obwohl er etwas dicker ist als mein VAIO. Ich habe mich übrigens für das Design „Topo“ mit roter U Zierleiste entschieden.  Das Design sieht super aus, und die Verarbeitung ist top. Ganz im Gegensatz dazu soll die XPS Serie nicht so gut verarbeitet sein.

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